INFLATION CAN'T TOUCH THIS (2008) - JAMES RIZZI

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  In Vielfalt geeint James Rizzi auf einem 10-Euro-Schein Doppelt signiert;... mehr
Produktinformationen "INFLATION CAN'T TOUCH THIS (2008) - JAMES RIZZI"

 

In Vielfalt geeint

James Rizzi auf einem 10-Euro-Schein

Doppelt signiert; nummeriert von James Rizzi. In einer edlen, grauen Leinenkassette zur Aufbewahrung

Comicartige Menschen, lachende Hochhäuser und grelle Farben gehören nicht zu dem uns vertrauten Bildrepertoire einer Banknote. Von der ursprünglichen Rückseite dieses 10-Euro-Scheines ist nicht mehr viel zu erkennen: Bei genauerer Betrachtung erschließen sich die Umrisse Europas mit einer zu einem Stiefel einer jungen Dame umfunktionierten Apennin-Halbinsel oder der Brücke, die hier als obere Begrenzung einer Mauer dient.

Die künstlerische Umgestaltung des Scheines geht auf den Künstler James Rizzi zurück. Der 2011 unerwartet verstorbene Maler begann seine Karriere in den 1970er Jahren in New York. Seine comicartigen Figuren verleihen seinen Werken einen beinah kindlichen Touch und sind Ausdruck von Rizzi‘s durchweg lebensbejahendem Charakter. Ihm als Inspiration galt New York: eine Stadt, in der Menschen der vielfältigsten Kulturen und Sprachen auf engem Raum in Gemeinschaft zusammenleben und durch gegenseitige Akzeptanz eine funktionierende Symbiose zueinander bilden.

In Rizzi’s Umgestaltung der Euro-Rückseite werden diese Grundsätze deutlich. Symbole wie das Peace-Zeichen, Herzen oder Blumen versinnbildlichen das friedliche Zusammenleben der zahlreichen und fröhlichen Menschen. Ob vom Künstler beabsichtigt oder nicht, seine Umgestaltung verdeutlicht die Idee einer "In Vielfalt geeint(en)" Gesellschaft, wie sie auch seit dem Jahr 2000 in der Präambel der Europäischen Union und als Europamotto wieder zu finden ist. Die gemeinsame Währung als Träger des Bildes und der Titel "Inflation can’t touch this" machen die Banknote zu einem Kunstobjekt, dass ein positives Licht auf die europäische Währung wirft.

Keine Selbstverständlichkeit, denn die künstlerische Bearbeitung von Geld äußerte sich besonders seit der Verbreitung von Banknoten in vielen Erscheinungsformen. Geld ist in der Kunst bildlich wiedergegeben, als Objekt inszeniert, völlig neu erfunden oder instrumentalisiert worden. In den beiden letzteren Fällen spielte Geld selten eine positive Rolle. Als Träger von Propaganda-, Protest- oder Wahlkampfaktionen verloren Banknoten nicht nur ihre Bedeutung als Zahlungsmittel, sondern auch die als Kunstobjekt. Von Künstlern und Künstlergruppen neu kreiertes Geld ist weniger durch ökonomischen Erfolg gekennzeichnet, sondern lässt sich eher als Kritik am bestehenden Währungssystem auslegen. Umso erfreulicher erscheint Rizzi‘s Umgestaltung und die künstlerische Betonung nicht der Nachteile, sondern der Vorteile einer Gemeinschaft.

 Briefmarken von 2008 Das Projekt nahm seinen Anfang mit der Gestaltung von Briefmarken für die Deutsche Post AG, die von der Münchener Wertpapierdruckerei Giesecke & Devrient (G&D) hergestellt wurden. Die 1852 gegründete Druckerei produzierte neben der Bundesdruckerei die D-Mark, seit 2002 Scheine der Euroserie, sowie Banknoten für Länder der ganzen Welt. Nachdem die bunten Briefmarken erfolgreich ausgegeben wurden, gab G&D den Anstoß für ein neues – für eine Banknotendruckerei naheliegendes – Projekt: Rizzi’s Figuren auf Geld.

 Passpartouierter Geldschein in grauer Leinenkassette Rizzis Kleinkunstwerk wurde im Siebdruckverfahren auf die Rückseite fertiger Euro-Noten aufgedruckt. Dabei brachte das Herstellungsverfahren unerwartete Überraschungen mit sich: Da die Euro-Scheine als Massenprodukt hergestellt werden, kommt es zu Durckabweichungen im Millimeterbereich. Zunächst mussten also passende Euro-Noten gefunden werden, die genau deckungsgleich mit Rizzi‘s Zeichnung waren. 409 Exemplare wurden hergestellt und anlässlich einer großen Retrospektive des Künstlers im Haus der Druckkunst in Leipzig, dem ehemaligen Druckhaus von Giesecke & Devrient, in einer grauen Leinenkassette ausgegeben.

Rizzi‘s Banknoten, mit der Genehmigung der Europäischen Zentralbank hergestellt, gelten als offizielles Zahlungsmittel. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns eine Banknote im Alltag begegnet, ist jedoch verschwindend gering, denn die Banknote gilt als Kunstobjekt und wird als solches von Kunstliebhabern gesammelt.

Deutschland / USA
James Rizzi (1950 – 2011)
"Inflation can’t touch this", 2008

Banknote: 10 Euro
Maße: 12,9 x 6,7 cm
Papier: Baumwolle
Druck: Banknote: Offset, Stahlstich / Rizzi: Siebdruck
Druckerei: Giesecke & Devrient
Unterschrift: Trichet
Auflagenhöhe: 409

Quelle: Deutsche Bundesbank

Art: Siebdruck
Auflage: 409
Auflagennummer: 159 / 409
Gerahmt: Nein
Jahr: 2008
Motiv: 13 x 7 cm
Rahmenaußenmaß: 30 x 20 cm
Echtheitszertifikat: Ja
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